Grassau - Lindenkapelle

Nummer: 17

Baugeschichte

Die Kapelle wurde vermutlich zur Zeit des 30-jährigen Krieges, also in der ersten Hälfte des 17 Jahrhunderts gebaut. Ihren Namen hat sie von den sie umstehenden vier Linden.

Der Legende nach soll die Kapelle in Erinnerung an einen Piesenhausener Bauern errichtet worden sein, der aus dem 30-jährigen Krieg nicht zurückgekehrt ist (Anna Kroher, Im Bannkreis der großen Ache).

Die Lindenkapelle ist seit Jahrhunderten eine Station der Grassauer Fronleichnamsprozession. Schon auf dem Fresko aus dem Jahre 1707 in der Pfarrkirche (siehe unten Bildergalerie) unter der Empore ist die Lindenkapelle mit den davor betenden Gläubigen dargestellt.

 

Ausstattung der Kapelle

In der offenen Kapelle steht eine Kalvarienberg-Gruppe mit drei Kreuzen. Weiter sind in der Kapelle einige Gedenktafeln angebracht.

 

Quellen/Literatur

Kießling, Gotthard/Reiman, Dorit; Denkmäler in Bayern - Landkreis Traunstein S. 181, (Lindenberg 2007),
Ökomodell Achental e.V. (Hrg), Historischer Wanderführer - Auf den Spuren der Geschichte durch das Achental (Schleching 2009)
Chronik der Marktgemeinde Grassau; Band Kirchengeschichte (Grassau 2016)
Kroher, Anna; Im Bannkreis der großen Ache (Marquartstein 1971)