Gasthof Zur Post Grassau, © Kamm Erich

Grassau - Gasthof „Zur Post"

Nummer: 5

Geschichte

Die Geschichte des Anwesens geht bis auf das Jahr 1554 zurück und war seit dieser Zeit immer eine Gastwirtschaft. Grundeigentümer war Anfang des 19. Jahrhunderts das Augustinerchorherrenstift Herrenchiemsee.

1895 brannte der Gasthof ab und wurde bald in der heutigen Form wieder aufgebaut. 1943 wurde ein Saal angebaut.

Zu dem Gasthof gehörte auch eine große Landwirtschaft mit Scheune und Stall.

1994 kaufte die Marktgemeinde das Areal und renovierte in den Folgejahren den Veranstaltungssaal.

2008 erfuhr das gesamte Anwesen eine umfassende Neugestaltung.
Nach weitgehenden Umbauten ist der ehemalige Speisesaal heute als Heftersaal das kulturelle Zentrum Grassaus. Auch in der Scheune (Hefterstadl) und im ehemaligen Stall im Erdgeschoss (Heftergewölbe) finden heute kulturelle Veranstaltungen und Märkte statt, z. B. der wöchentliche Bauernmarkt am Samstag, Konzerte der Marktkapelle und der Adventsmarkt.

Im Hauptgebäude sind heute im Erdgeschoss die Gastwirtschaft, im 1. Stock die Gemeindebücherei, das Trachtenstüberl des GTEV Hochplattner und ein kleiner Veranstaltungsraum (Kleiner Heftersaal) untergebracht. Die oberen Stockwerke sind mit Arztpraxen und Büros belegt.

 

Quellen/Literatur

Breit, Stefan; Chronik der Marktgemeinde Grassau, Band Häuserbuch (Grassau 2007)
Kießling,Gotthard/Reiman,Dorit; Denkmäler in Bayern – Landkreis Traunstein S. 171, (Lindenberg 2007)
Hausladen, Johannes Michael; Grassau in alten Ansichten (Zaltbommel/Niederlande 1980)