Die Musikschüler mit ihren Lehrerinnen bei der Klaviermatinee in Grassau 2017, © Musikschule Grassau

Klaviermatinee Grassau zeigt sich als Geschenk

Grassau. Reich beschenkt von jungen Musikern sahen sich die Zuhörer im vollen Kammermusiksaal des Anwesens Wolfgang Sawallisch am Ende der alljährlichen Klaviermatinee. Sie hatten von den Jüngsten bis zu jugendlichen Wettbewerbsgewinnern überzeugt. Es war der Morgen der Klavierduos.

Klaviermatinee in Grassau 2017, © Musikschule Grassau
Klaviermatinee in Grassau 2017

Kurz vor Ende des eineinhalbstündigen Konzertes stand Zuhörer Hans Josef Crump auf und wandte sich an Musikschüler und -lehrer. „Wir Zuhörer sind heute reichlich von Euch beschenkt worden. Für dieses Geschenk bedanken wir uns“, sprach er für die Zuhörer. „Diejenigen, die einmal etwas mit Musik zu tun hatten, wissen, wie viel Üben und Engagement dahinter steht. Ich danke vor allem den Eltern, die ihren Kindern so eine Ausbildung ermöglichen.“ Der heftig aufbrausende Beifall für diese Worte unterstrich, so dachten alle.

Sie standen noch ganz im Bann des Gehörten. In der ersten Hälfte des Konzertes traten junge Musikschüler im Duo aus Gleichaltrigen oder mit der Musiklehrerin an. Dass sie nahezu fehlerfrei ihre Stücke spielten, war das eine, besonders war aber, wie bereits die Jungen, die Stimmungen und Gefühle der Stücke vermittelten. Dabei hatten die Stücke durchaus ihren Anspruch an die jungen Musiker. Joseph von Radowitz spielte mit seiner Lehrerin Catalina Popovici Georg Ph. Telemanns ersten Satz Allegro der Sonata nach einer Fantasie von Telemann. Julia Bock bewältigte mit ihrer Lehrerin Elisabeth Nagl Tschaikowskis Herbstlied. Viktor Gruber ließ die Humoreske Opus 5 von Edvard Grieg hören.

Besonders wurde es im zweiten Teil des Vormittages, als die fortgeschrittene Schüler staunen machten. Besondere Akzente setzen die Tuba von Thomas Mix im Zusammenspiel mit Julia Kapellner am Flügel und Hornstudent Maximilian Schellenberger mit seiner Schwester Magdalena am Klavier. Die Italienische Polka von Sergei Rachmaninoff präsentierten Tochter Rebecca mit Vater Peter Schorr. Clara Buggisch spielte allein und mit  Kate Westermeier Tschaikowsky. Bianca Körtvelyessy trat allein bei Tschaikowskys Tanz der Zuckerfee und zusammen mit Christine Alf in Darius Milhauds Scaramouche an. Das war das vorletzte besonders beklatschte Stück, ehe Johanna Wander zusammen mit ihrer Lehrerin Catalina Popovici einen besonderen Abschluss mit der Romanze, dem zweiten Satz aus Mozarts Konzert in D-Moll setzte.

Die Schüler freuten sich selbst an den wunderbaren Konzertflügel der Stiftung der Wolfgang Sawallisch Stiftung, einem Bösendorfer Imperial und einem Steinway B Flügel. Auch finanziell investiert die Stiftung in die Ausbildung einzelner dieser Schüler.

Das besondere Konzertereignis der Klaviermatinee ist vor allem der Musikschullehrerin Beatrice von Kutzschenbach zu danken, auf die die Idee zurück geht und bei der die Organisation des Konzertes liegt. Ihr zur Seite steht Catalina Popovici. Beide unterrichten vor allem die fortgeschrittenen Schüler und engagieren sich daher besonders, den Schützlingen einen solchen Rahmen zu bieten. Das Publikum hat es ausgesprochen gefreut.

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