Tourenvorschlag Moorrundweg

Dieser Weg führt Sie durch eine abwechslungsreiche Moorlandschaft. Vom Aussichtsturm genießen Sie einen Blick auf das Naturschutzgebiet Kendlmühlfilze und die umliegenden Berge.

Los gehts

Am Ende der Moosbacher Straße, die vom Grassauer Ortszentrum nach Norden führt, beginnt die Kendlmühlfilze, das größte Hochmoor zwischen Inn und Salzach. In Verlängerung der Straße führt ein geschotterter Fahrweg schnurgerade in die Filzen hinein. Sie werden beobachten, wie der anfänglich dichte Wald am Moorrand immer lichter wird, je weiter Sie vorangehen. Schließlich stehen nur noch Bäume entlang des Weges. Dahinter sehen Sie eine freie Landschaft. Nach etwa 700 Metern gelangen Sie auf dem schmaler werdenden Weg zu einer Aussichtsplattform, die einen Blick über eine weite Moorfläche bietet. Die meisten Wasserflächen sind künstlich. Sie zeugen vom Torfabbau, der noch bis vor zwei Jahrzehnten in vollem Gange war. Später hat man die Torfstiche aufgestaut, um das Moor zu neuem Leben zu erwecken. Seit 1992 steht die Kendlmühlfilze unter Naturschutz, doch es wird noch Jahrzehnte dauern, bis die Wunden des Torfabbaus vollständig verheilt sind.

Auf den Spuren der Torfbahn

Vom Aussichtsturm führt der Weg weiter gerade ins Moor hinein. Er verläuft nun auf einer ehemaligen Trasse der Feldbahn, die zum Torftransport diente. An vielen Stellen sind die Schienen noch gut sichtbar. Zur Rechten tauchen nach einigen Minuten nacheinander drei große Seen auf, ebenfalls gestaute Torfstiche. Im Frühjahr blüht hier das Wollgras besondes schön. Die Heideblüte lockt im Spätsommer und überzieht die Landschaft mit ihrem violetten Kleid. Mit etwas Glück können Sie auch Wasservögel oder das eine oder andere Reh beobachten. Eine Ruhebank lädt zudem zum Blick auf den doppelten Hochgern ein − auf den richtigen Berg und sein Spiegelbild.

Der Ewigkeitsweg

An ihrem Ende biegt die Feldbahntrasse im 90°-Winkel auf den Ewigkeitsweg ein, der ursprünglich von West nach Ost die Filzen durchquerte. Auch dieser Weg ist schnurgerade angelegt − wenn man ihn entlangblickt, ist sein Ende nicht zu sehen. Dies gab ihm seinen Namen. Sie wandern nun durch einen lichten Birkenwald, der auch im Hochsommer angenehmen Schatten spendet. Nach einigen Hundert Metern zweigt nach rechts ein Weg wiederum im 90°-Winkel Richtung Grafing/Grassau ab. Er führt sie aus dem Moor heraus und über Wiesen und Weiden gelangen Sie am Ortsteil Grafing vorbei zurück nach Grassau. (Autor: Stefan Kattari, Dipl. Biologe u. Wanderführer)

  • Wanderkarte: „Achental", Top. Karte − 1:25.000
  • Kombinierte Rad- und Wanderkarte: „Chiemgau Nr. 3", Flugsichtkarte − 1:30.000

Verschiedene Wandervorschläge durch das Naturschutzgebiet Kendlmühlfilzen finden Sie hier in unserer interaktiven Tourenkarte