Luftbild Grassau Zentrum, © Hans Vodermeier, Publicdesign

Bekanntmachung über die Rechtsverbindlichkeit der Aufstellung des Bebauungsplanes "Grassau - Viehhausen"

Amtliche Bekanntmachung Nr. 110/2017

über die
Rechtsverbindlichkeit der Aufstellung des Bebauungsplanes „Grassau-Viehhausen“ im beschleunigten Verfahren nach § 13 a BauGB für den Bereich östlich der Ortsstraße „Lindenfeldweg“
(Grundstück Flnrn. 850, 889, 887/2, 849, 886 T, 885/3, 885/2 und 847/1 und Straßen- u. Wegegrundstücke Flnrn. 883, 860, 891/1, 891 T, 888 T und 887 T)


Zur Aufstellung  des vorbezeichneten Bebauungsplanes hat der Marktgemeinderat in der Sitzung vom                  09.05.2017 nach Durchführung des vorgeschriebenen Verfahrens den Satzungsbeschluss erlassen.

Mit diesem Bebauungsplan, der sich mit dem Geltungsbereich der seit 2005 rechtsgültigen Entwicklungssatzung deckt, wurden auf den Grundstücken Flnrn. 885/3 und 886 T neue Baurechte für die Errichtung von Hauptgebäuden samt Garagen- und Nebengebäuden festgesetzt. Für die Bestands- gebäude wurden geringfügig erweiterte Baugrenzen ausgewiesen. Für die Hauptgebäude sind                   generell zwei Vollgeschosse (II VG) zulässig, die Wandhöhen variieren zwischen 4,80 m für die            Bebauung am Ortsrand bis 6,50 m für die innere Bebauung.
Das Maß der baulichen Nutzung ist mit einer Grundflächenzahl (GRZ) von 0,30 und einer Geschossflächenzahl (GFZ) von 0,45 begrenzt. Die Gebietsart wurde unverändert mit „MD“ festgesetzt

Diese Bebauungsplanänderung wurde im beschleunigten Verfahren nach § 13 a BauGB durchgeführt. Nach § 13 a Abs. 2 Nr. 1 BauGB gelten die Verfahrensvorschriften des § 13 Abs. 3 Satz BauGB. Nachdem durch diese Änderungsplanung keine nachteiligen Auswirkungen erkennbar waren, konnte nach Abwägung der Umweltbelange von einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB abgesehen werden.

Der Satzungsbeschluss  wird  hiermit  gem. § 10 Abs. 3 BauGB ortsüblich bekannt gemacht, damit tritt die Erweiterung des Bebauungsplanes in Kraft.

Der  Bebauungsplan i.d.F. vom 20.02.2017 mit Begründung  i.d.F. vom 10.11.2016 können beim Markt Grassau (Bauamt, Marktstraße 1, 83224 Grassau, Zimmer 9 -  EG) während der allgemeinen Dienststunden eingesehen werden. Auf Verlangen wird über die vorbezeichneten Inhalte Auskunft erteilt.   

Auf die Voraussetzungen für die Geltendmachung der Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften und von Mängeln der Abwägung sowie der Rechtsfolgen des § 215 Abs. 1 BauGB wird hingewiesen. Unbeachtlich werden demnach:

1.    eine nach § 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BauGB beachtliche Verletzung der dort bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften,
2.    eine unter Berücksichtigung des § 214 Abs. 2 BauGB beachtliche Verletzung der Vorschriften über das Verhältnis des Bebauungsplanes und des Flächennutzungsplanes und
3.    nach § 214 Abs. 3 Satz 2 BauGB beachtliche Mängel des Abwägungsvorgangs und nach § 214 Abs. 2 a BauGB beachtliche Fehler,

wenn sie nicht innerhalb eines Jahres seit Bekanntmachung des Bebauungsplanes schriftlich gegenüber dem Markt Grassau geltend gemacht worden sind; der Sachverhalt, der die Verletzung oder den Mangel begründen soll, ist darzulegen.
Außerdem wird auf die Vorschriften des § 44 Abs. 3 Satz 1 und 2 sowie Abs. 4 BauGB hingewiesen. Danach erlöschen Entschädigungsansprüche für nach den §§ 39 - 42 BauGB eingetretene Vermögensnachteile, wenn nicht innerhalb von drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Vermögensnachteile eingetreten sind, die Fälligkeit des Anspruches herbeigeführt wird.