Luftbild Grassau Zentrum, © Hans Vodermeier, Publicdesign

Bebauungsplanänderung Rottau

Amtliche Bekanntmachung Nr. 193/2020

BEKANNTMACHUNG
Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses gemäß § 2 Abs. 1 Satz 2 BauGB
Markt Grassau
für die Änderung des Bebauungsplans „Rottau“ für das Grundstück Fl. Nr. 76 der Gemarkung Rottau (Kirchplatz 3) zum Anbau eines Musikproben- und Veranstaltungsraumes sowie Schaffung eines zusätzlichen Baurechtes
Der Bauausschuss hat in der Sitzung vom 22.09.2020 gemäß § 2 Abs. 1 BauGB die Änderung des Bebauungsplans „Rottau“ beschlossen.
Geltungsbereich (Lageplan)
Bezeichnung des Geltungsbereichs mit hinreichender Bestimmtheit: Die Änderungsplanung betrifft das Grundstück Fl. Nr. 76 der Gemarkung Rottau (Kirchplatz 3) bezüglich Anbau eines Musikproben- und Veranstaltungsraumes sowie Schaffung eines zusätzlichen Baurechtes.
Der Lageplan vom 17.03.2020 mit Kennzeichnung der Abgrenzung des räumlichen Geltungsbereichs des Bebauungsplans ist Bestandteil des Beschlusses (siehe beigefügten Lageplan).
Der räumliche Geltungsbereich des aufzustellenden Bebauungsplans kann im Rathaus, Zimmer 6/EG, Anschrift: Marktstraße 1, 83224 Grassau, während der allgemeinen Öffnungszeit (Montag bis Freitag 08:00 bis 12:00 Uhr und Montag und Mittwoch zusätzlich von 15:00 bis 17:00 Uhr) bzw. auf der Internetseite der Gemeinde unter https://www.grassau.de/bauleitplanung eingesehen werden.
Verfahrensart
Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren nach § 13 a Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 BauGB aufgestellt.
Allgemeine Ziele und Zwecke der Planung
Der Bauausschuss hat sich in seiner Sitzung am 24.09.2019 bereits mit dem Antrag zur Änderung des Bebauungsplanes „Rottau“ für das Grundstück Fl. Nr. 76 der Gemarkung Rottau (Kirchplatz 3) zum Anbau eines Musikproben- und Veranstaltungsraumes auseinandergesetzt und dem Planentwurf mit Stand vom 09.09.2019 grundsätzlich zugestimmt. Mit Schreiben vom 19.02.2020 teilte der Grundstückseigentümer mit, dass diese Planung keine Zustimmung seinerseits findet. Die nun vorliegende Planung mit Stand 17.03.2020 wurde mit dem Grundstückseigentümer abgestimmt.
Geplant zur Nutzung als Musikprobenraum und als sonstiger Veranstaltungsraum ist nun eine teilweise ostseitige Grenzbebauung mit einem Vollgeschoss (I VG) und einer Wandhöhe von 3,50 m mit Firstverlauf in Nord-Südrichtung.
Für die Bestandgebäude sollen Baugrenzen gemäß tatsächlichen Gebäudeausmaßen festgesetzt werden; für den ostseitigen Gebäudeteil mit einer Wandhöhe von 4,20 m (I VG) und Firstverlauf in Ost-Westrichtung, für den nordseitigen Anbau mit einer Wandhöhe von 3,20 m (I VG) und Firstverlauf Nord-Südrichtung sowie für das Hauptgebäude mit Wandhöhe von 6,20 m (II VG) und Firstverlauf in Ost-Westrichtung.
Der im Westen bestehende Carport soll abgebrochen werden, das Nebengebäude soll als Grenzbebauung festgesetzt werden.
Im hinteren südlichen Grundstücksbereich werden Baugrenzen für ein Hauptgebäude mit einer Wandhöhe von maximal 6,50 m im Ausmaß von 18 m x 15 m und für ein Nebengebäude mit einer Wandhöhe von maximal 3,00 m im Ausmaß von rund 14 m x 7 m festgesetzt. Bei beiden Gebäuden soll der First in Ost-Westrichtung verlaufen.
Unverändert bleibt es bei der Gebietsartfestsetzung „MD-Dorfgebiet“. Die Grundflächenzahl (GRZ) soll mit 0,35 und die Geschossflächenzahl (GFZ) mit 0,45 ausgewiesen werden.
Nach den Textfestsetzungen sollen Baugrenzenüberschreitungen durch Balkone, Eingangsüberdachungen und Erkern unter Einhaltung der gesetzlichen Abstandsflächen bis zu 1,50 m zugelassen werden können.
Sämtliche Hauptgebäude haben ein Satteldach mit Dachneigung zwischen 16°-24° aufzuweisen, angebaute oder freistehende Garagen und Nebenanlagen mindestens 12°.
Die Dachvorsprünge haben allseitig an Hauptgebäuden mindestens 1,0 m zu betragen, an Garagen- und Nebenanlagen mindestens 0,80 m. Bei zulässiger Grenzbebauung wird gegenseitig auf einen Dachüberstand verzichtet. Soweit Balkone vorgesehen sind, hat das Vordach die Balkonaußenkante um mindestens 0,50 m zu überragen.
Hinsichtlich der Stellplätze soll festgesetzt werden, dass bei mehr als zwei Wohnungen bis zu einer Wohnungsgröße von 70 m² 1,5 Stellplätze und bei Wohnungen über 70 m² 2 Stellplätze nachzuweisen sind; für Einfamilienhäuser und je Doppelhaushälfte sind generell 2 Stellplätze erforderlich. Für alle anderen Nutzungsarten richtet sich die Anzahl der Stellplätze nach der Garagen- und Stellplatzverordnung (GaStellV).
Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 13 a Abs. 3 Nr. 2 Satz 1 BauGB mit Angabe, wo sich die Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie über die wesentlichen Auswirkungen der Planung unterrichten kann und dass sich die Öffentlichkeit innerhalb einer bestimmten Frist zur Planung äußern kann, erfolgt mit Bekanntgabe des Änderungsplanes und der Begründung jeweils in der Fassung vom 17.03.2020 im Zeitraum vom
Montag, 30.11.2020 bis einschließlich Mittwoch, 30.12.2020
im Rathaus, Bauamt, Zimmer 6/EG, Anschrift: Marktstr. 1, 83224 Grassau, während der allgemeinen Öffnungszeit (Montag bis Freitag 08:00 bis 12:00 Uhr und Montag und Mittwoch zusätzlich von 15:00 bis 17:00 Uhr).
Der Inhalt dieser Bekanntmachung und die auszulegenden Unterlagen sind auch im Internet auf der Homepage des Marktes Grassau unter https://www.grassau.de/bauleitplanung veröffentlicht.
Datenschutz:
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e (DSGVO) i. V. mit § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt „Datenschutzrechtliche Informationspflichten im Bauleitplanverfahren“ das ebenfalls öffentlich ausliegt.

Grassau, 23.11.2020      
Stefan Kattari
1. Bürgermeister

Rottau