Luftbild Grassau Zentrum, © Hans Vodermeier, Publicdesign

Bebauungsplanänderung Grassau - Reifing

Amtliche Bekanntmachung Nr. 174/2020

BEKANNTMACHUNG
Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses gemäß § 2 Abs. 1 Satt 2 BauGB
Markt Grassau
für den die Änderung des Bebauungsplans Nr. 2 „Grassau-Reifing - Änderungsbereich westlich des Gänsbaches“ für das Grundstück Fl. Nr. 1619/13 der Gemarkung Grassau
Der Bauausschuss hat in der Sitzung vom 22.09.2020 gemäß § 2 Abs. 1 BauGB die Änderung des Bebauungsplans Nr. 2 „Grassau-Reifing - Änderungsbereich westlich des Gänsbaches“ beschlossen.
Geltungsbereich (Lageplan)
Die Änderung des Bebauungsplanes betrifft das Grundstück Fl. Nr. 1619/13 der Gemarkung Grassau.
Der Lageplan vom 20.08.2020 mit Kennzeichnung der Abgrenzung des räumlichen Geltungsbereichs der Bebauungsplanänderung ist Bestandteil des Beschlusses (siehe beigefügten Lageplan).
Der räumliche Geltungsbereich des aufzustellenden Bebauungsplans kann im Rathaus, Zimmer 6/EG, Anschrift: Marktstraße 1, 83224 Grassau, während der allgemeinen Öffnungszeit (Montag bis Freitag 08:00 bis 12:00 Uhr und Montag und Mittwoch zusätzlich von 15:00 bis 17:00 Uhr) bzw. auf der Internetseite der Gemeinde unter www.grassau.de/in-der-aufstellung-befindliche-bebauungsplaene eingesehen werden.
Verfahrensart
Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren nach § 13 a Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 BauGB aufgestellt.
Allgemeine Ziele und Zwecke der Planung
Die Änderungsplanung vom 20.08.2020 sieht die Festsetzung erweiterter Baugrenzen für Hauptgebäude bei zweigeschossiger Bauweise (II VG) und einer Wandhöhe von maximal 6,30 m vor. Des Weiteren sind Baugrenzen für ein Garagen- und Nebengebäude geplant; die Wandhöhe von Garagen- und Nebengebäuden darf maximal 3,0 m betragen. Zwingende Firstverlaufsrichtungen sind weder für Hauptgebäude noch für das Garagen- und Nebengebäude eingetragen; stattdessen ist in Ziffer III Nr. 5 der textlichen Festsetzungen bestimmt, dass der First immer parallel zur Längsseite des Gebäudes anzuordnen ist. Insoweit kann der Bauherr je nach Baukörperanordnung die Firstverlaufsrichtung selbst festlegen. In Abweichung der bisherigen Festsetzungen ist eine Dachneigung zwischen 16° und 28° geplant. Als Dacheindeckung sollen wie bisher rote und ziegelrote Eindeckungen sowie auch Holzschindeldächer zulässig sein. Quergiebel sind, bei Hauptgebäuden mit mindestens 21° Dachneigung, mit einer maximalen Breite von 1/3 der Gebäudelänge erlaubt. Der Ansatz des Quergiebels muss mindestens 50 cm tiefer liegen als der Hauptfirst. Die Dachneigung darf maximal 5° steiler sein als das Hauptdach. Bei nicht aus der Traufe entwickelten Quergiebeln ist eine Überschreitung der tatsächlichen Wandhöhe um maximal 0,80 m zulässig.
Erdgeschossige Wintergärten sollen bis zu einer Größe von 16 m² je Bauraum zulässig sein.
Ein Seitenverhältnis der Baukörper ist nicht vorgegeben.
Die Grundflächenzahl (GRZ) soll mit 0,35 und die Geschossflächenzahl (GFZ) soll mit 0,45 festgesetzt werden. Es sollen weiterhin 4 Wohneinheiten je Gebäude erlaubt sein.
Die Erschließung soll über eine auf dem Grundstück Fl. Nr. 1619/14 der Gemarkung Grassau nördlich verlaufenden Privatzufahrt erfolgen.
Pro Wohneinheit mit einer Wohnfläche bis 70 m² sind 1,5 Stellplätze und bei einer Wohnungsgröße von mehr als 70 m² 2 Stellplätze erforderlich. Jedoch mindestens 2 Stellplätze pro Einfamilienhaus oder Doppelhaushälfte.

Grassau, 16.10.2020  
Stefan Kattari
1. Bürgermeister

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