Luftbild Grassau Zentrum, © Hans Vodermeier, Publicdesign

Bebauungsplanänderung Grassau Oberdorf

Amtliche Bekanntmachung Nr. 90/2019

Öffentliche Auslegung
gem. § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 3 „Grassau - Oberdorf“ für den Bereich südlich des Kapellenweges
(betroffene Grundstücke im Änderungs- u. Erweiterungsbereich: Flnrn., 356 T, 355 T, 354 T, 353 T, 352 T, 351 T, Straßengrundstücke Flnrn. 355 T, 347/4 (Wöhrstraße, 335/4 u. 335 T (Kirchenweg) und Bachgrundstück Flnr. 352/1)


Der Marktgemeinderat hat in der Sitzung vom 18.02.2014 den Beschluss zur Erweiterung des vorbezeichneten Bebauungsplanes erlassen. Mit dieser Bauleitplanung sollen die planungsrechtlichen Voraussetzung zur Festsetzung von sieben Baurechten für zweigeschossige Wohnbebauung (II VG) mit Wandhöhen von max.                   5,80 m samt Garagen- und Nebengebäude ausgewiesen werden.  
Wegen materieller und formeller Defizite ist für den gegenständlichen Bebauungsplan ein Heilungsverfahren durchzuführen; der Marktgemeinderat hat in der Sitzung vom 20.06.2017 den überarbeiteten Bebauungs-planentwurf i.d.F. vom 09.06.2017 des IB Hornberger sowie die immissionsschutzrechtlichen Erläuterungen vom 29.05.2017 des IB Hoock & Farny gebilligt und die erneute öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB beschlossen. Desweiteren war die Begründung im Hinblick auf die notwendige Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen mit Nr. 8 im Teil I zu ergänzen.
Aus diesem Grunde wird die öffentliche Auslegung mit den überarbeiteten Unterlagen wiederholt. Der Planentwurf zur Erweiterung des Bebauungsplanes v. 05.05.14 / 09.06.2016 mit redaktionellen Ergänzungen vom 13.03. / 06.05.2019 mit Begründung samt Umweltbericht vom 05.05.2014 / 14.01.2019 und die bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen werden in der Zeit vom

Montag, 24.06.2019  -  Donnerstag, 25.07.2019
im Rathaus Grassau (Bauamt, Zimmer 9 - EG) öffentlich ausgelegt.

Zur Einsichtnahme sind umweltbezogene Informationen zu den Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser Luft/Klima und zur naturschutzrechtlichen Bewertung verfügbar. Hierzu liegen die Umweltprüfung und der Umweltbericht vor sowie die Stellungnahmen der Regierung von Oberbayern, der Unteren Naturschutzbehörde, des Wasserwirtschaftsamtes, des Landwirtschaftsamtes und Bauernverbandes sowie das Immissionsschutzgutachten vom 07.03.2016 samt Erläuterungen vom 29.05.2017 des IB Hoock & Farny aus Landshut vor. Es sind folgende Arten umweltbezogener Informationen verfügbar:

    Schutzgut    Art der vorhandenen Informationen
    Mensch    Umweltbericht: Verkehrszunahme, Abgas- u. Staubbelastung, sonstiger Lärm.
    Luft und Klima    Umweltbericht: Luftmassenaustausch.
    Immissionen    Immissionsschutzgutachten Fa. Hoock & Farny v. 07.03.16 m. Erläuterungen v. 29.05.17
    Landschaft    Umweltbericht: organische Ortsbildabrundung, Eingrünung.
    Boden / Wasser:    Umweltbericht: keine bzw. nur unerhebliche Auswirkungen auf Boden – Wasser.
Stellungnahme Wasserwirtschaftsamt: Hinweis auf mögl. Überschwemmungsgefahr Landwirtschaftsamt     Stellungnahme Geruchsausbreitung
   Immissionen    Stellungnahme der unteren Immissionsschutzbehörde des Landratsamt Traunstein und Immissionsschutzgutachten IB Hoock & Farny samt Erläuterungen
    erneuerbare Energien:    Es ging keine Stellungnahme des Arbeitskreises erneuerbarer Energien ein
    Ausgleichsflächen:    Begründung – Eingriffsregelung in der Bauleitplanung und Ausgleichsflächenkonzepte, ausgearbeitet durch das Ing.-Büro Steinert aus Übersee
 
Zu den Stellungnahmen und Anregungen aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und Träger öffentlicher Belange (TöB) wurde in der Sitzung vom 06.10.2015 die Abwägung gem. § 1 Abs. 7 BauGB vorgenommen. Während der Auslegungsfrist können Bedenken und Anregungen schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden. Es wird gem. § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen über die Bauleitplanung unberücksichtigt bleiben können und dass ein Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung für nicht oder verspätet geltend gemachte Einwendungen unzulässig ist.

Markt Grassau, 6.6.2019
Jantke, 1. Bürgermeister