Ache bei Schleching, © Museum Salz und Moor / Stefan Kattari

Sonderausstellung 2018: Die Ache - Lebensraum Gebirgsfluss

Sonderausstellung ab 1. Mai 2018 - Wenn die Tiroler Ache in den Chiemsee mündet, hat ihr Wasser bereits eine erhebliche Strecke zurückgelegt. Ihre Quelle liegt 79 Flusskilometer weiter südlich in fast 1300 Metern Höhe am Pass Thurn, an der Grenze zwischen Salzburg und Tirol. Die Ache fließt durch Kitzbühel, lässt das Kaisergebirge sprichwörtlich links liegen, vereinigt sich mit weiteren Gebirgsbächen, wechselt insgesamt fünf Mal ihren Vornamen und hat schließlich eine ansehnliche Größe erreicht, wenn sie in Bayern ankommt.

Entenlochklamm, © Museum Salz und Moor / Stefan Kattari
Ache: Entenlochklamm

Die Tiroler Ache ist das prägende Naturelement des Achentals. Als Gebirgsfluss hat sie gleichermaßen großen Einfluss auf den Naturhaushalt einerseits und auf die Möglichkeiten menschlicher Nutzung andererseits. Mehrere beeindruckende Landschaften entlang der Ache beherbergen eine Vielzahl besonderer Tiere und Pflanzen, so zum Beispiel das spektakuläre Durchbruchstal der Entenlochklamm zwischen Kössen und Schleching und das herausragende Mündungsdelta im Chiemsee mit natürlicher Dynamik, das in Mitteleuropa einzigartig ist. Nicht zuletzt durch die Hochwasserereignisse der letzten Jahre sowie durch Überlegungen zur Nutzung der Wasserkraft ist die Ache immer wieder in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit. Mehrere Institutionen im bayerischen Teil des Achentals nehmen das Jahr 2018 deshalb zum Anlass, die Ache in den Mittelpunkt ihres Interesses zu stellen.