Jugendliche Harfenmusik - von Barock bis Jazz

Die 5 aus Grassau Die 5 aus Grassau

Jugendliche Harfenmusik – von Barock bis Jazz

Vier Musikschulen aus dem Landkreis
beim Vorspiel in Grassau vertreten

Es war im Jahr 2007, als sich erstmals Harfenschülerinnen und –schüler aus den Musikschulen das Landkreises zu einem gemeinsamen Vorspiel zusammenfanden. Seitdem gibt es jährlich ein „Harfenspiel der Jüngsten“. Dazu kam später das „Harfenspiel der Jugend“, das alle zwei Jahre den jugendlichen Harfenschülern ab etwa 13 Jahren die Möglichkeit zum Auftritt bietet. Das diesjährige Vorspiel für die jugendlichen Harfenistinnen (und einen Harfenisten!) fand am 20. Januar in Grassau statt.


Die Musikschulen in Traunstein, Inzell, Traunwalchen und Grassau hatten hervorragende Schüler gesandt, die klassische Stücke, aber auch Volksmusik und moderne Melodien spielten. Wie viele hundert Saiten mögen sie zum Klingen gebracht haben? Jede Harfe hat etwa 40 Saiten!


Magdalena Lautenbacher, Schülerin von Silke Aichhorn, zeigte ihr Können mit einem frühen Stück aus dem 18. Jahrhundert, aber auch mit moderner Filmmusik. Katharina Holzner von der Musikschule Inzell trug J.S. Bachs Präludium in C-Dur mühelos vor. Drei Schülerinnen von Brigitte Leitermann aus Traunwalchen spielten sowohl einzeln wie auch als Duo und Trio: Philomena Geisreiter, Magdalena Gilg und Sarah Ostermaier haben bereits ein reiches Repertoire. Zauberhaft trotz des kräftigen Titels klang ihr „Trio Infernale“: hier beginnt zart eine Stimme, die zweite kommt hinzu, die dritte verstärkt das Spiel, und leise klingt das Stück wieder aus.


Aus der Grassauer Musikschule traten fünf Jugendliche auf. Sie werden von Sigrid Meier unterrichtet. Als Jüngste trug Antonia Baumert gekonnt den anspruchsvollen „Canon“ von J. Pachelbel vor. Vom 17. Jahrhundert ein Sprung ins 18. Jahrhundert: Katharina Gmeiner spielte ein Stück von Domenico Cimarosa. Sepp Pfliegl bewies mit einem souverän präsentierten Marsch und einem Boarischen, wie gerne er Volksmusik macht. Das zeigte sich auch im Trio mit Katharina Gmeiner und Magdalena Weingartner beim „Margariten Walzer“ von Karin Schroll. Die größte Überraschung für die Zuhörer im Heftersaal war sicher das letzte Stück des Abends: Maria Wander entlockte ihrer Konzertharfe moderne jazzige Klänge und Rhythmen mit „Harping on the Harp“ von Robert Maxwell.


Damit ging ein abwechslungsreiches, sehr schönes Vorspiel zu Ende. Wer sich für Harfenmusik im Landkreis interessiert, möge sich den 22. Juni vormerken (Harfenspiel der Jüngsten/Musikschule Traunwalchen) und den 6. Oktober (Harfentag/ebenda).