"a boarischer Trompetensatz" Stiftungskonzert 2009 Posaunen und Trompeten der Jugendkapelle Wolfgang Diem dirgier tein großes Schülerensemble Tobias Voges am Ebass Deutscher Jugendorchester Wettbewerb 2009 Volksmusikabend mit der Jugendkapelle und Gruppen der Musikschule im Heftersaal

Ein Adventskonzert der Musikschule Grassau

Probennachmittag der Jugendkapelle Marquartstein (vorn in der Mitte: Rupert Kamhuber) Probennachmittag der Jugendkapelle Marquartstein (vorn in der Mitte: Rupert Kamhuber)

Ein noch sehr junges Orchester ist die Marquartsteiner Jugendkapelle. Sie hat derzeit 22 Mitglieder, von denen sieben erst seit Schuljahresbeginn dabei sind. Sie fanden über das Klassenmusizieren zur Jugendkapelle und trugen nun dabei bei, ein neues Repertoire zu erarbeiten. Am zweiten Adventssonntag trug die Kapelle in der Kirche ihr Programm ein erstes Mal in Konzertsituation vor.
Wie Rupert Kamhuber, der Betreuer der Zweigstelle Marquartstein der Musikschule Grassau und Dirigent der Marquartsteiner Jugendkapelle, erläuterte, haben alle munter mitgeholfen, nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich ein harmonisches Ensemble zu werden. Die Konzertstücke bewiesen, dass die Kinder und Jugendlichen schon einem klanglich beeindruckenden Auftritt gewachsen sind. Mit einem feierlichen „Te Deum“ von M.A. Charpentier aus dem 17. Jahrhundert eröffneten sie selbstbewusst ihren Auftritt; ihr weiteres Programm war dem 20. Jahrhundert gewidmet. Herausgegriffen sei „Lord of the Dance“ von Ronan Hardiman. Dafür, so Kamhuber, seien viele Proben notwendig gewesen. Es forderte in seiner Mehrstimmigkeit alle Register heraus, und die Jugendkapelle wurde dem schwierigen Stück mit steigender Dynamik gut gerecht.
Den ersten Teil des Adventskonzerts bestritten mehrere Gruppen der Musikschule Grassau, weil die Jugendkapelle noch kein ganzen Konzertabend hatte vorbereiten können. Die Bernauer Weisenbläser (Ltg. Rupert Kamhuber), die Geschwister Pfaffinger (Ltg. Sabine Huber), die Wössner Winkelmusi (Ltg. Sigi Meier) und das Querflötentrio (Ltg. Christine Gassner) ließen eine stimmungsvolle Folge von adventlichen Andachtsweisen und Hirtenliedern erklingen. Neben Volksmusikstücken gab es auch Beispiele aus der Klassik, so ein „Deutscher Tanz“ von L. van Beethoven, den die Wössner Winkelmusi sehr schön mit dunkel klingender Harfe vortrug, und eine „Allemande“ von V. Haussmann, in stimmigem Tempo sauber gespielt von den Bernauer Weisenbläsern.
Den Zuhörerinnen und Zuhörern in der gut gefüllten Marquartsteiner Pfarrkirche war ein schönes, festlich-frohes Adventskonzert zuteil geworden, wofür sie sich mit langem Beifall bedankten.

Uta Grabmüller