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Die Viola
Viola Klassenmusizieren
(auch Bratsche genannt) ist ein Streichinstrument, das im Grunde eine größere und tiefer klingende Violine ist. Sie gehört als Alt-Instrument auch zur Violinfamilie. Ihre Saiten sind tiefer gestimmt, als die der Violine.
Sie klingt weich, voll und immer auch etwas melancholisch, jedoch kann sie im „forte“ auch wild und drohend klingen. Dafür wird sie besonders in der Opern- und Filmmusik geschätzt.
Hector Berlioz schrieb in seiner berühmten Instrumentationslehre einmal: „Von allen Instrumenten im Orchester ist Viola dasjenige, dessen ausgezeichnete Eigenschaften man am längsten verkannt hat.“ Bis zum 19. Jahrhundert war dies auch so, jedoch entstanden ab dieser Zeit auch die bedeutendsten Partien für Bratsche in Orchesterwerken, wie zum Beispiel in Anton Bruckners 4. Sinfonie oder auch in der Sinfonischen Dichtung „Don Quixote“ von Richard Strauss.
Doch die Kammermusik ist das eigentliche Zuhause der Viola. Es gibt Sonaten für Viola und Klavier oder im Streichquartett (2 Violinen, Viola und Violincello), als auch für Solo Viola. Jedoch sind es auch eine ganze Reihe von Werken in ungewöhnlicheren Besetzungen wie Flöte/Viola/Harfe oder Klarinette/Viola/Klavier, aber auch Gesang/Viola/Klavier vorhanden.
Wisst Ihr woher das Klischee der „unbegabten“ Bratscher und die vielen Bratscherwitze kommen? Obwohl gerade die speziellen Anforderung der Bratsche einen Spieler mit einer besonders guten Technik benötigen, war es früher oft so, dass gerade eher „schlechte“ Geiger zur Bratsche weitergeleitet wurden.

