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Die Posaune
Johann Schmuck mit Andi Kapellner
Sie entstand in ihrer jetzigen Form bereits um 1450 in Burgund als Weiterentwicklung der Zugtrompete und ist neben der Violine eines der ältesten voll chromatisch spielbaren Orchesterinstrumente.
Der englische, französische und italienische Name des Instruments trombone bedeutet wörtlich nichts anderes als “große Trompete”. Der deutsche Name entwickelte sich aus der altfranzösischen Bezeichnung “buisine”.
Bis etwa 1700 wurde die Posaune als einziges Blasinstrument mit sauberer Intonation häufig im Ensemble mit Sängern und Streichern eingesetzt. Johann Sebastian Bach hatte wenig für Posaunen übrig, Händel verwendete sie öfter und inspirierte damit möglicherweise Christoph Willibald Gluck dazu, das Instrument in seinem Ballett Don Juan (1761) sowie Orfeo ed Euridice (1762) und seinen späteren Opern einzusetzen. Gluck wiederum bildete eine Inspiration für Mozart. Dieser komponierte noch für die Renaissanceposaune (auch “Sackbutt” genannt), die er nicht nur in einigen Opern (unter anderem der Zauberflöte) verwendete, sondern etwa auch in seinem Requiem. Es enthält mit dem „Tuba Mirum“ eine der bekanntesten solistisch geprägten Orchesterpassagen für die Tenorposaune.
Die ersten “modernen” Posaunen, die auch das metallische Forcieren des Klanges ermöglichten, wurden erst nach Mozarts Tod gebaut. Heute gibt es zahlreiche Solokonzerte, und in vielen Orchesterwerken spielt sie eine tragende Rolle.
Im Original von Georg Holzner

