Die Klarinette

Capucine Mühlbauer Capucine Mühlbauer

Die Geschichte der Klarinette beginnt mit ihrer „Erfindung“ um 1700: Der deutsche Instrumentenbauer J.C. Denner entwickelte sie aus einem sehr einfachen Hirteninstrument, der Schalmei. Seit etwa 1800 ist sie im Symphonieorchester, der Volks-, Tanz- und Unterhaltungs- und Militärmusik sowie später dann auch im Jazz verbreitet.

Die Klarinette ist eines der beweglichsten und vielseitigsten Instrumente überhaupt. Man kann praktisch alle Musikformen und Artikulationen mit ihr spielen. Der Tonumfang ist größer als der aller anderen Blasinstrumente und die Dynamik geht von praktisch unhörbar (kein anderes Blasinstrument kann leiser einsetzen) bis hin zu sehr laut. Es gibt Klarinetten in verschiedenen Größen von klein und hoch (Es-Klarinette - 50 cm) über B-, A-, Alt-, Baß- bis Kontrabassklarinette (ca. 2,70 Meter).

Wenn man von „der“ Klarinette spricht, meint man aber meist die verbreitetsten, also die B-Klarinette. Diese ist etwa doppelt so gross wie eine Blockflöte. Sie besteht aus mehreren Teilen, meistens aus schwarzem Holz mit versilberten Klappen, hat ein breites Mundstück mit aufgebundenem oder aufgeschraubtem Blatt.

Im Symphonieorchester gibt es meistens zwei bis drei A- und B-Klarinetten, dazu oft noch eine Esund eine Baßklarinette je nach Bedarf. Blasorchester verwenden die Klarinetten anstelle der hohen Streicher.

Klarinetten sind weder extrem teuer (einfache Instrumente, auch gebrauchte, gibt es schon ab etwa 500 Euro - Preis nach oben aber offen) noch groß und schwer zu transportieren (heute üblich ist der Rucksack-Koffer).

Sie lassen sich vergleichsweise schnell lernen, auch schon als Kind (die Schneidezähne sollten allerdings keine Milchzähne mehr sein). Je nach Ehrgeiz und Engagement kann man in ein bis zwei Jahren Unterricht mit regelmäßigem Üben schon genug lernen, um in einem Jugend-Orchester oder einer Band mitzuspielen.

 

Im Original von Georg Holzner