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Das Akkordeon
Christine Gassner
... ist ein Instrument der Volksmusik - stimmt.
Aber: man findet es auch in „Akkordeon-Orchestern“, die nach dem Vorbild eines Sinfonie-Orchesters besetzt sind.
Zum Alter dieses Instrumentes ist zu sagen: ganz schön jung. Denn es wurde erst im 19. Jahrhundert entwickelt und trat den Siegeszug über die ganze Welt an.
Die Töne verdankt das Instrument vielen Zungen aus Metall, welche von der Luft aus dem Blasebalg zum Schwingen gebracht werden. Auf der einen Seite sehen wir weiße und schwarze Tasten wie beim Klavier, auf der anderen lediglich
schwarze „Drücker“, die so genannten Basstasten. Das Akkordeon besteht also eigentlich aus zwei Instrumenten. Toll! Das erklärt seine sprichwörtliche Beliebtheit und sein Vorkommen in allen Gattungen der Musik - na ja - in beinahe allen. Wer also denkt, das Akkordeon ist kein vollwertiges Instrument, weil es hauptsächlich in der Volksmusik eingesetzt wird, der täuscht sich schwer.
Es gibt unzählige für dieses Instrument geschriebene Kompositionen und die großen Akkordeons mit vielen Registern (Klangfarben, die man durch Tasten verändern kann) sind - vorausgesetzt der Spieler / die Spielerin beherrschen ihr Instrument - eine echte Schau. Du findest Akkordeon-Künstler überall auf der Welt: In Rußland hat es den Namen „Bajan“, in Argentinien findet man das „Bandoneon“, in Frankreich verwendet es für die „Musette-Walzer“ einen ganz eigenen Klangtypus. Und es finden regelmäßige große Wettbewerbe statt.
Im Original von Georg Holzner

