Christian Springer's neues Buch "Wo geht's hier nach Arabien"

Christian Springer in Grassau Christian Springer in Grassau


Eine Buchvorstellung und Lesung in so launiger, humorvoller Darbietung hat es bisher in der Grassauer Bücherei noch nicht gegeben. Christian Springer, vielen besser bekannt als der Kabarettist „Fonsi“, bot mit seiner Buchvorstellung „Wo geht´s hier nach Arabien?“ einen kurzweiligen und sehr unterhaltsamen Abend.
Der Platz in der Bücherei reichte nicht aus, um alle Gäste aufzunehmen, und so wurde kurzerhand in den kleinen Saal ausgewichen. In unterhaltsamer Weise erzählte Springer aus seinem Buch, wie er in den 80zigern mit seinen Reisen nach Arabien begann und dort noch ganz andere Voraussetzung fand, als heutzutage. In Algerien tobte der Bürgerkrieg, nach Libyen durfte man nicht, der Krieg zwischen Iran und Irak war ebenfalls in vollem Gange und in Deutschland gab es die Terrorjahre. Verglichen mit damals, so Springer, leben wir in einer gar nicht so schlimmen Zeit. Er habe festgestellt, dass viele andere Deutsche ebenfalls nach Arabien reisten, unter ganz verschiedenen Voraussetzungen. In 35 Kapiteln wird jeweils ein anderer Reisender beschrieben und charakterisiert, wie z.B. Loki Schmidt, die Springer als integere, selbstbewusste und intellektuelle Frau beschrieb, die ganz besondere, freundschaftliche Beziehungen zu Arabien unterhielt. Aber nicht nur Prominente kommen in seinem Buch zu Wort, auch die Rucksackreisenden sind vertreten, wie Susi aus Freilassing, die nach 89 Stunden Billigflug mit verschiedenen Aufenthalten endlich im Jemen ankommt. Auch wir, so Springer, der sich in der politischen Welt hervorragend auskennt, haben Beziehungen zu Arabien. Gaddafi´s Geld sei hier eingefroren, immerhin 40 Milliarden Dollar, die in Deutschland investiert sind und davon werde der libyschen Regierung nun großzügig 1,4 Prozent zur Verfügung gestellt. Was macht ein Bayer in Syrien? Springer begleitete sprachlich ganz in dessen Stil Franz-Josef Strauß nach Damaskus. Ebenfalls mit einem prominenten bayrischen Vertreter, Sebastian Schweinsteiger, begleitet er wortreich den FC Bayern ins Trainingslager nach Katar.
Das Publikum war begeistert, zumal die Lesung vielmehr eine Mischung aus politischem Wissen, Hintergrundinformation, gepaart mit Ironie, Sarkasmus und Witz dargebracht wurde. So ganz konnte Springer den nörgelnden Kartenabreißer von Schloss „Neuschwanstein“, den wissenden Besserwisser und Grantler nicht ablegen, natürlich zur Freude aller anwesenden Gäste. Selbstverständlich gab es, wie es in der Grassauer Bücherei der Brauch ist, nach der Lesung wieder ein gemütliches Zusammensein mit einem Buffet, dieses Mal angeboten von Lola und Joseph Springer. Eintritt wurde nicht verlangt, dafür aber um Spenden für die in Not geratene Familie Loider aus Hinterwössen gebeten. Auf diese Weise konnten dank des Engagements von Christian Springer 710 Euro gesammelt werden. Tb